Sßon bem Söegriffc eines ©egenjianbeS ber reinen prüft. SSernunft. 179
»ungSfraft entwirft. ^)ier aber ifi cS ntdjt um baS ©cfyema einesgalleS nad) ©efefcen, fonbern um baS ©cfyenta, (wenn bicfeSSBorti)ier fcfyicflicfy ifi,) eines ©efefeeS felbft gu tf)un, weit bie SBillenS;bejiimmung, (nidjt bie ,£anblung in SSejicfiung auf ifjren ©rfotg)UtrcfyS ©efets allein, ofjne einen anberen 33cftimmungSgrunb, ben{Begriff ber ßaufalitat an ganj anbere SScbingungen binbet, alsbiejenigen ftnb, welche bie Staturbcrfnüpfung auSmacfyen.
Sem Staturgefe|e, als ©efe^c, welchem bie ©egenftdnbe finn*lieber 2tnf$auung, als fotdje, unterworfen ftnb, muß ein ©djernab. i. ein allgemeines SSerfaljren ber ©inbilbungSfraft, (ben reinenSSerftanbcSbegriff, ben baS ©efefe beftimmt, ben ©innen a prioribarjuftellen,) correfponbiren. 2£ber bem ©efe^e ber Sreitjeit, (alseiner gar nidft ftnnlid) bebingten Saufalitdt,) mithin auct) bem S&e-griffe beS Unbedingt ^©uten, fann feine tlnfcfyauung, mithin feinSchema jum S3et>uf feiner tlnwenbung in concreto untergetegt»»erben. golglicl) l)«t baS ©ittengefefc lein anbereS, bie tlnwenbungbeffetben auf ©egenftdnbe ber Statur »ermittelndes ©rfenntnißoer;mögen, als ben SSerflanb (nidjt bie ©inbilbungSfraft), welcher einerSbee ber SSernunft nicf)t ein ©cfyema ber ©tnnli<J)feit, fonbernein ©efetj, aber boef) ein folcfyeS, baS an ©egenfidnben ber ©inncin concreto bargejtellt werben fann, mithin ein Staturgcfefc, abernur feiner Sonn nad), als ©efefe jurn ©et)uf ber UrtfjeilSfraftunterlegen fann, unb biefeS fönnen wir baßer ben SppuS beS©ittengefeßeS nennen.
Sie Stegei ber UrtßeilSfraft unter ©efeßen ber reinen praftifeßenSSernunft ijf biefe: grage bidt) felbft, ob bie tjbanblung, bie bu oor-Ijaft, wenn fie naeß einem ©efeße ber Statur, »on ber bu felbft einSSßeil wareft, gefd;eßen follte, fie bu woßl, als bureß beinen SSBißenmöglicß, anfeßen fönnteft? Stad) biefer Stegei beurteilt in ber $£ßatObermann ^anblungen, ob fie ftttlicf) - gut ober bofe ftnb. ©ofagt man: wie, wenn ein Seber, wo er feinenSSortßeil &u feßaffenglaubt, fiel) erlaubte, ju betrügen, ober befugt hielte, fteß baSßebenabjufürjen, fobalb il)»t ein wolliger Uebetbrufj beffelben befallt, obertltiberer Stotß mit oöüiger ©leidjgültigfeit anfdße, unb bu gcl)6rteft