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4 (1838) Immanuel Kant's Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Kritik der praktischen Vernunft : nebst den Abhandlungen zur Philosophie der Geschichte
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i Soll bcn © tun b |afjcn bei reinen praftifchen SBernunft. §. 8. 137

eineg falfct>cn abgelegten Seugniffeg baburd; ju red)tfertigcn ocrmcinte,bafj er juerft bic, feinem 33orgcbcn nad»', {»eilige ^flicfjt bet eigenen©lüdfeligfeit eorfchüfcte, algbcnn bie föorthcile tjerjafjUe, bie er fid)alle baburd» erworben, bie .Klugheit namhaft mad;tc, bie er beob=achtet, um wiber alle Sntbedung fid£>er ju fein, felbft wiber bie oon©eiten beincr felbft, bem er bag ©eheimnijj barum offenbart, bamiter eg ju aller Seit ableugncn fottne; bann aber im ganjen ©rnft»ergäbe, er habe eine wahre SDtenfd)enpfIid;t auSgeubt: fo würbeftbu ihm entweber gerabe ing ©efid)t lad»en, ober mit Abfdjcn baoon jurüdbeben, ob bu gleich, wenn Semanb btog auf eigene 8Sortl;eilefeine ©runbfdfce gejteuert hat, wiber biefe SJtafiregel nicht bag Sföin--befte einjuwenben hätteft. £)ber fefcet: eg empfehle euch Semanbeinen SJtann jum §auS^alter, bem i()r alle eure Angelegenheitenblinblingg anoertrauen fönnt, unb, um eud) Sutraucn einjuflopen,rühmte er ihn alg einen flugen Sltenfchen, ber fich auf feinen eigenenSSorthcil meifterhaft tterjtehe, auch alg einen rafilog wirffamen, berfeine ©elegenheit baju ungenutzt eorbeigehen liepe, enblich, bamitauch ja nicht 33eforgniffe wegen eineg pöbelhaften ©gennuijeg bef=felben im SBege fiünben, rühmte er, wie er recht fein ju leben ber=ftünbe, nicht im ©elbfammeln ober brutaler Ueppigfeit, fonbern inber (Erweiterung feiner .Kenntniffe, einem wohlgewählten belehrenbenUmgänge, felbft im 3Bof)lthun ber dürftigen fein Vergnügen fud»te,übrigeng aber wegen ber SÖtittel, (bie hoch ihren SBertl) ober Un=wertl; nur oom Bwecfe entlehnen,) nicht bebenflich wäre, unbfrembeg©elb unb©ut il;m ht c 5 u ^ fobalb er nur wiffe, bafi er eg unenfbedtunb ungel)inbert thun fßnne, fo gut, wie fein eigeneg wäre: fowürbet ihr entweber glauben, ber (Empfchlenbe habe eud) jum 33eften,ober er habe ben fBerftanb öerloren. ©o beutlid» unb fefparf finbbie ©renjen ber ©ittlichfeit unb ber ©elbftliebe abgcfchnitten, bafffelbft bag gemcinjtc Auge ben Unterfd»ieb, ob etwag ju ber einenober ber anberen gehöre, gar nicht oerfehlen fann. golgenbe wenigeSBemetfungen fönnen jwar bei einer fo offenbaren SBatnheit über=flüffig fdjeinen, allein fie bienen bod» wenigfteng baju, bem Urteileber gemeinen ÜJtenfchentoernunft etwag mehr lDcutlid»fcit ju oerfchaffen.