(£ i n I e t t u n 3.
SSon bcr Sbcc einer Äritif ber vrafttfdjen S3ernunft.
©er thcoretifche ©ebrauch ber SSernunft befchdftigte fidf> mit©egenjianben be§ blofen ©rfenntnifmcrmogenS, unb eine jiritif ber=felben, in 2(bftd)t auf biefen ©ebrauch, betraf eigentlich nur ba3reine ©rfenntnifwermbgen, weit biefeS S3erbad)t erregte, ber ftef)aud) h^nach betätigte, bafj e§ ftd> leichtlid) über feine ©renjen,unter unerreichbare ©egenjidnbe, ober gar einanber wiberftreitenbeSSegriffe oerlbre. SJtit bem praftifchen ©ebrauche ber SSernunft »er:hält e§ ftch fchon anberS. Sn biefem befchäftigt [ich bie SSernunftmit 33ejiimmung§grünben be§ SBillenS, welcher ein SSermogen i|i,ben SSorftellungen entfpred;enbe ©egenjidnbe entweber heroorjubringen,ober bod; ftch felbji ju Sewirfung berfelben, (ba§ phpftfdje 33er.mögen mag nun hinreichenb fein ober nidjt,) b. i. feine ßaufalitätju bejiimmen. £>enn ba fann wenigjienS bie SSernunft jur SBillcn§=befiimmung julangen, unb hat fofertt immer objectioe Siealitdt, aßc§ nur auf ba§ SBolIen anfommt. .£>ier iji alfo bie erjie grage:ob reine SSernunft jur SSejiimmnng be§ 2Billen§ für ftch allein ju-lange, ober ob fte nur aß empirifd)=bebingte ein S3ejiimmung3grunbberfelben fein fonnc? 9lun tritt hier »in burch bie üritif ber reinenSSernunft gerechtfertigter, objwar feiner empirifchen ©arjieüung fähig«35egriff ber Saufalitdt, ndmlidh ber ber greiheit ein, unb wennwir anjeht ©rünbe auSft'nbig machen fönnen, ju beweifen, bafj biefe©igenfehaft bem mcnfchlichen SBillen (unb fo aud; bem SBitlen aller