«58 ©umblegung jttc SJlctaphvfi? bcr Sitten. 2 .
£>er S3cgriff eines jeben vernünftigen SBefenS, baS ftdf> burd)alte SJJarimen feirteä SBillenS als allgemein gefefegebenb befrachtenmuff, um au§ biefem ©efichtöpuncte ftcl; felbfl unb feine ^anblungen51 t beurteilen, führt auf einen il;m anl;angenbcn fef>v fruchtbarenffiegriff, nämlich ben eines SleichS ber 3wecfe.
Sch »erflehe aber unter einem 9feidf>e bie fpflematifche fßerbimbung verriebener vernünftiger SBefen burch gemeinfchaftliche ©efc^e.SBeil nun ®efehe bie 3wecfe ihrer allgemeinen ©ültigfeit nad) be>flimmen, fo wirb, wenn man von bem perfönlid;en Unterfdfiebe ver--nünftiger SBefen, imgletchen allem Snlfulfe il;rev* S)rivafjtvecfe abflratjirf,ein ©attjeS aller 3wecfe, (fomobl ber vernünftigen SBefen als 3wccfean [ich, als auch ber eigenen 3 wecfc, bie ein jcbcS fid) felbfl feigenmag,) in fpftematifcher Skrfnüpfung, b. i. ein Slcidf ber 3wedegebaut werben fönnen, weld;eS nach obigen fPrincipicn möglich ifl«
£>enn vernünftige SBefen flehen alle unter bem ®efefj, bajijebcS berfelben ftd) felbfl unb alle anberen niemals b 1 0 § a I ö ©litte l,fonbern jeberjeit jugleich alS 3 wccf an fich felbfl behanbelnfoKe.^ieburöh aber entfpringt eine fpflcmatifche Skrbinbung vernünftigerSBefen burdh gcmcinfdjafttiche objective ©efefee b. i. ein fReicl), webd)cS, weil biefe ©efefje eben bie ©ejiehung biefet SBefen aufeinanber,als 3 wecEe unb SJlittel, gur 2 lbftcht haben, ein fKeid; ber 3 wedc(freilich nur ein Sbeal!) heißen fann.
@5 gehört aber ein vernünftiges SBefen als ®lieb jum 9?eid)ebcr Swccfe, wenn cS barin jroar allgemein gefefjgebcnb, aber auchbiefen ©efefjen felbfl unterworfen ifl. ©S gehört baju als SD&er=haupt, wenn eS alsgefchgebenb feinem SBillen eines anberen unter-worfen ifl.
2)aS vernünftige SBefen muß ftd) jeberjeit als gcfeljgcbenb ineinem burch §reif)eit beS SBillenS möglichen Sfetche ber 3wecfe U-trachten, eS mag nun fein als ©lieb, ober als ©behaupt. £>cnfJMah beS lotteren fann eS aber nicht bloS burch bie SJlarime feinesSBillenS, fonbern nur aisbann, wenn cS ein völlig unabhängigesSBefen, ohne S3ebürfntß unb ©infd)ränfung feines bem SBillen abä-quaten SBermögenS ifl, behaupten.