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4 (1838) Immanuel Kant's Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Kritik der praktischen Vernunft : nebst den Abhandlungen zur Philosophie der Geschichte
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Uebcrgaitg l '- b- popul. ftttl. 93ScItmciöf>. jur SOTctapb. b. (Sitten. 45

2) Sin-Zfnberer fielet fid; burdE? 9iotl; gebrungen, (Selb juborgen. Sr weiß wol;t, baß er nid;t wirb bcjafßen fonnen, fiel)taber and), baß il;m nichts geliehen werben wirb, wenn er nidjtfeftigltd) »erfpridht, eS ju einer beßiminten 3cit ju bejal;lcn. Srbat ßuß, ein foldfeS SSerfprcdjen ju tl;un; noch aber l;at er fooiclGewalt, fiel) ju fragen: ift eS nicht unerlaubt unb pßid;tmibrig,ßcb auf folcf)e 2lrt auS SWott; ju helfen? ©efefct, er befdßbffc eSbocl), fo würbe feine SDfajcime ber $anblung fo lauten: wenn id)mich in ©elbnotl; ju fein glaube, fo will idt) ©elb borgen unb »cr=fyrechen, eS ju bejahten, ob id) gleich weiß, eS werbe niemals ge-fcbel)cn. 9?un biefeS fPrincip ber ©elbßliebe ober ber eigenen3utraglid)feit mit,meinem ganjen fünftigen 2Bol;lbeftnbcn üieUeicbjtreoljl ju bereinigen, allein jefct bie grage: ob eS recht fei? Sd;betroanble alfo bie 3umutl;ung ber ©elbßticbe in ein allgemeines©efel; unb richte biegrage fo ein: wieeS bann ßel;en würbe, wennmeine SJlarimc ein allgemeines ©efeh würbe? 2)a fef>e ich nun fo=gleich, baß fie niemals als allgemeines 9laturgefefj gelten unb mitfiel; fclbß jufammenßimmen fönnc, fotibern fid) notßwenbig wiber-fpredßen müffe. Senn bie 2£Hgemeinl;eit eines ®efc|eS, baß Seber,naeßbem er in 9lotß ju fein glaubt, »erfpred;en fönne, waS il;meinfällt, mit bem SSorfa^, eS nicht ju galten, würbe baS äSerfpre;c^ert unb ben SwecE, ben man bamit ßaben mag, felbß unmöglichmachen, inbem fftiemanb glauben würbe, baß il;m waS ocrfprochenfei, fonbern über alle folcße Äußerung, als eitles §3orgeben, lad;cnwürbe.

3) Sin dritter ftnbet in fid) ein Talent, welches oermiftelßeiniger Suttur il;tt ju einem in allerlei 2tbfid)t brauchbaren 502enfcl;enmachen fbnnte. Sr ficht fid; aber in bequemen Umßänbcn, unb jiel;tbor, liebet bem S3ergnügcn nachjuf)üngen, als fich mit Srweiterungunb 33erbefferung feiner glüeflidjen Siaturanlagen ju bemühen. 9iod;fragt er aber: ob, außer ber Uebereinßimmung, bie feine SRapimeber SScrwaßrlofung feiner SJlaturgaben mit feinem .Ipange jur Sr;gbhlid;!ett an fid) l;at, fie auch mit bem, waS man fPßidjt nenntübereinßimmc? 2)a ficl;t er nun, baß jwar eine Sftatur nad; einem