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4 (1838) Immanuel Kant's Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Kritik der praktischen Vernunft : nebst den Abhandlungen zur Philosophie der Geschichte
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38 ©tunblegung jut SNctnphbftf bet Sitten. 2 . 'jfiifdjn.

burdf ein gewijfeä Verhalten ju erreichenbc 2fbfi<ä)t al§ SSebingungjum ©runbe zu legen, biefe§ SSert;aIten unmittelbar gebietet. £>i c ferSmperati» ijtfatejjottfd). @r betrifft nietjt bie SDtaterie bet,£>anblung unb ba§, ma§ au§ if>r erfolgen foll, fonbern bie gormunb ba3 fPrincip, worauf fie felbft folgt, unb ba§ Sßefcntlid) = ©utebcrfelben befteljt in bet ©efinnung, ber ©rfolg mag fein, welcher etwolle. Siefer Smperati» mag ber ber htifitn.

Sa§ SBollen nach biefen breierlei fprincipien wirb auch burd)bie Ungleichheit ber Slöthigung be§ 2Billcn§ beutlid) unterfchicben.Um biefe nun auch merflid; ju machen, glaube ich, baf man fiein ihrer Srbnung am 2lngemeffcnflcn fo benennen mürbe, wenn manfagte: fie wären entmeber Siegeln ber ©efchicflichfeit, ober SEatl)-.fehläge ber .Klugheit, ober ©ebote (©efelje) ber Sittlichfeil.Senn nur ba§ ©efefs führt ben Segriff einer unbebingten unbZwar objectioen unb mithin allgemein gültigen SlothwcnbigEeitbei ftch, unb ©ebote ftnb ©efe^e, benen gehorcht b. i. auch reibetSteigung golge geleifiet werben rnufs. Sie Stathgehnng enthaltZwar Stothwenbigfeit, bie aber blo§ unter fubjectioer zufälliger 85e--bittgung, ob biefer ober jener SJtenfcf) biefeä ober jenes ju feinet©lücffeltgfeit jäl;le, gelten fann; bagegen ber fategorifche Smperati»burch feine 33ebingung eingefchränft wirb, unb al§ abfolut=, obgleichpraftifch = nothwenbig ganz eigentlidE? ein ©ebot heißen fann. $?anfönnte bie erfferen Smperatioe auch technifd) (zur üunft gehörig),bie zweiten pragmatifch *) (zur SBohlfahrt), bie britten mora--lifch (zum freien Verhalten überhaupt, b. i. zu ben Sitten gehörig,)nennen.

Stun entffeht bie gragc: wie ftnb alle biefe Smpcratioe tttög=lieh? S>iefe grage »erlangt nicht zu wiffen, wie bie SSoIIziehung

*) SDttclj beucht, bic eigentliche ffiebcutung be$ SßortS pragtnatifcijtonne fo am ©enaueften befrimmt werben. ®cnn pragmatifch werben bie©anctioncn genannt, welche eigentlich nicht aut bem Siechte ber ©taatenals notbmenbige ®cfe|c, fonbern au6 bet SSotfotge für bic allgemeineSBohlfahrt fliehen, fPragmatifctj ift eine ©cfcljichtc abgefafet, wenn fieflug macht, b. i. bie SBclt belehrt, wie fie ihren fborthcil baffer, ober roe«nigjtenS eben fo gut, als bie SBorwclt, beforgen tonne.