34: ©rutiblegung gur 3J?ctapt>nftf ber ©itten. 2. tlßfcßn.
Sriebfebern) untermorfen, bie nießt immer mit ben objectioert üb«:cinßimmen, mit einem SBorte, ifi ber SBille nießt an ficß Wolligber S3ernunft gemäß, (mie e§ bei SRcnfcßett mirflicß iß;) fo finbbie Jjpanblungen, bic oßjectio alg notßmenbig erfannt merben, fuß-,jcctiv gufällig, unb bie ©cßimmung eineg folcßen SBiUeng, objectiben©efeßen gemäß, iß Stotßigung; b. i. bag 93erßältniß ber ob-,jectiven ©efeße gu einem nießt burcßaug guten SQSillen mirb vorgeßeBtalg bie SJeßimmung beg SBitleng eineg vernünftigen SOBefenS jntarburcß ©rünbe ber SSernunft, benen aber biefer SSSille feiner Staturnadß nießt notßmenbig fclgfam iß.
£)ic SSorßcllung cincg objcctiven fPrinctpg, fofern eg für einenSBillen notßigenb iß, ßeißt ein ©ebot (ber SSernunft) unb bte gormtlbeg ®ebot§ ßeißt ^ntfJCraf 1 1).
OTe imperativen merben burcß ein ©ollen auggebrüeft, unbgeigen babureß bag SSerßältniß eines objcctiven ©efeßcg ber SSernunftgu einem SBillen an, ber feiner fubjectiven Sefcßaßenßeit naeßbabureß nießt notßmenbig beßimmt wirb (eine Stotßigung). ©iefagen, baß etmag gu tßun ober gu unterlaßen gut fein mürbe, alleinfte fagen e§ einem SBillen, ber nießt immer barum etmag tßut,mctl ißm oorgeßellt mirb, baß e§ gu tßun gut fei. fPraftifcß gutiß aber, mag vermittelß ber SSorßeHungen ber SSernunft, mitßinnid;t aug fubjectiven Urfacßen, fonbern objectio b. i. aug ©nmben,bie für jebeg vernünftige SDBefen alg ein fold;eg gültig ftnb, benSBiUen beßimmt. ©g mirb vom tlngeneßmen unterfeßieben,alg bemjenigen, mag nur vermittelß ber ©mpftnbung aug ßloSfubjectiven Urfacßen, bie nur für biefeg ober jeneg feinen ©inngelten, unb nießt alg fPrincip ber SSernunft, bag für Scbermcinngilt, auf ben SBillen ©inßuß ßat*).
*) ®ie ttbßängigfeit befi SegcßrungOnctmögenb von ©mpfinbungen ßetßtSteigung, unb biefc berorift atfo icbcrjeit ein ®cbütfnijj. ®te ttbßängtgfeiteines jufättig brftimmbaren SBittenS aber non ^rincipien ber SSernunft ßeiftein 3ntereffe. ®iefeS finbet atfo nur bei einem abhängigen SBillen Statt,ber nteßt oon fetbft jeberjeit ber SSernunft gemäß ift; beim gotttießen ffiitlenbann man fuß fein Snfcreffe gebenfen, tfber aueß ber menfcßlicße SBille tannworan ein Sntercffc neßmen, oßne barum aub Sntercffe $ u ßanbetn.