Uebergang u. b. gern, fittl. ü>Vmunfm-fcmttiuj5 jur pßilofopßifcßcn. 23
mäpig ober pßießtwibrig fei, wenn man, oßne fte im Stinbeßen• etwas 9tcue§ ju lehren, fte nur, wie ©ofratcä tßat, auf it;r eigene^5 )rmcip aufmerffatit rnaeßt, unb baß eS alfo feiner Sßiffcnfcfjaft unbfßilofopßie bebürfe, um jtt wiffen, wa§ man tßun ßabe, um cßrlid;unb gut, ja fogar um weife unb tugenbßaft 51 t fein. Sa§ ließefieß aueß woßt feßon juut SSorauS oermutßcn, baß bie Äenntnißjejfen, wa§ gU tßun, mitbin aud) ju wiffen febetn Stenfd;cn obliegt,,mcß jebcä, fctbft be§ gcmeinßen Stenfcßen ©ad;e fein werbe. §ierfatin man e§ boeß nießt oßne S3ewunberung anfeßen, wie baä prahtifeße S5eurtßeilung§oerm6gen oor bem tßeoretifcßen im gemeinenStenfcßenoerßanbe fo gar oiet borau 6 ßabe. Sn bem teueren, wennbie gemeine SSernunft e§ wagt, oon bett @rfaßrung§gcfeßen unb benSBaßrneßmungen ber Sinne abjugeßen, gerätß fie in lauter Unbe=greiflicßfciten unb SSSiberßprücße mit fteß felbß, wenigßenS in einßßaoä oon Ungewißheit, £>unfelßeit unb Unbejtanb. Sm ^raftüfeßen aber fangt bie SSeurtßcilungSfraft benn eben attererß an, fteßreeßt bortßeitßaft ju geigen, wenn ber gemeine SSerßanb alle ftnmließe SSriebfebern oon praflifeßen ©efeßen auSfcßlicßt. ©r wirb at§*kmt fogar fubtil, e§ mag fein, baß er mit feinem ©ewiffett oberanberen 2 lnfprticßcn in S3e}ießung auf ba§, wa§ reeßt ßeißen foll,eßieaniren, ober aud; ben SBertß ber tjbanblungen feiner eigenen SSe-leßrung aufrichtig beftimmen will, unb, waS ba§ SJteifte iß, er fannim leßtercn gatte fteß eben fo gut Hoffnung maeßen, e§ red;t jutreffen, als cä fteß immer ein fPßitofopß v>erfpred;en mag, ja ißbeinahe noeß fteßerer ßierin, als felbß ber leßterc, weil biefer boeßfein anbereg fPrittcip, als jener ßaben, fein Urtßeil aber bureß eineSJtenge frember, nießt jur Sad;e geßbriger ©rwägungen leießt ber;wirren unb oon ber geraben Stidßung abweießenb mad;en fann.SBdre e§ bemnabß nid;t ratßfamcr, eö in morolifd;en gingen beibem gemeinen S3ernunfturtßeil bewenben ju laßen, unb ß&cßßenänur spßilofopßie anjubrtngcn, um ba§ Spßent ber Sitten beßooettßänbiger unb faßtießer, tmgleicßen bie Siegeln berfelben jum ®c=brauche, (noeß meßr aber jutn ©iSputiren) bequemer barjußetteti,nießt aber um felbß in praftifeßer lilbftcßt ben gemeinen Stenfcßem