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4 (1838) Immanuel Kant's Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Kritik der praktischen Vernunft : nebst den Abhandlungen zur Philosophie der Geschichte
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16 (Srttnblegttng jut bec ©ittcn. l. 2(6fd;n.

SBopltpdtig fein, wo man famt, ift fPflicpt, unb Überbein gibtcS manche fo tpeitncpmcnb gejtimmte «Seelen, baft fte, aud) ot)neeinen anberen ©ewegungSgrunb bet (Sitelfeit ober beS SigemutpeS,ein inneres Sßcrgiutgcn baran ftttben, grettbe um fiep ju »erbreiten,unb bic fiel) an bet 3itfricbcnpcit Anbeter, fofern fte il)t SBetf ift,ergbpen föntten. 2Cbct tbp behaupte, bafs in folcbjem galle berglefd;en ^anblung, fo pflicptmdfng, fo liebenswürdig fte auep ijt, beit;nod; feinen toasten fittlibpcn Sßertp pabc, fonbetn mit anberen 9?ei- ;

gungen ju gleichen Maaten gebe, j. GL bet Neigung naep Gjpre, bie,wenn fte glüeftieper SBcifc auf baS trifft, was in bet Tpat gemeitunüpig unb pfltcptmdfüg, mithin eprenwertp ift, Sob unb 2lufmutt: i

terung, aber nid;t tpodjfcpdpung oerbient; benn bet SDfarttne feplt 'bet fittlidpc ©epalt, tidmlid; fold;e dpanblungen nidpt auS Steigung,fonbetn auS fPflicpt ju tpun. ©efept alfo, baS ©etiuttl)jenes SSJtenfdb enfr eunbeS rndre ootn eigenen ©tarn umtob Ift, bet alleTpeitncpmung an 2lttberct ©dpicffal auSlofcpt, et patte immer ttoef)Vermögen, anberen Stotpleibenben wopljutpun, aber ftembe Stotfirührte it;n niefjt, «teil et mit feiner eigenen genug befd;dftigt ift,unb nun, ba feine Steigung ipn mef;r baju anreijt, riffe et ftepbod> auS biefet tbbllidpen Unempftnblicpfcit perauS unb tf;dte bictpanblung opne alle Steigung, lebtgltcp auS fPflicpt, alSbenn f;at fteallererfi ipren deuten moralifepen SBertp. Stocb mepr: wenn bieStatut biefem ober jenem überhaupt wenig Sympathie inS £crs ge-- 1

legt patte, wenn er (übrigens ein eprlidper Sttann) ron Tempera» !

ment falt unb gleichgültig gegen bie ßciben 2lnberer wate, Diel»leicpt, weil er felbft gegen feine eigenen mit bet befonberen ©abcbet ©ebulb unb aitSpaltenben ©tdrfc »erfepen, bcrgleicpen beijebem 2lnberen auep rorauSfept ober gar forbert; wenn bie Sta»tut einen folcpen SOtann, (welcper waprlidp nidpt ipr fcplecp»tejteS fProbuct fein würbe,) nidpt eigentlich jum SDtenfdfjenfrcunbegebilbet pdtte, würbe er benn nidpt noep in fiep einen £XueHftnben, ftdp felbft einen weit poperen SBcrtp ju geben, als beteines gutartigen Temperaments fein mag? OTerbingS! getabc bapebt bet SEBertp beS ßparafterS an, bet moraliftp unb opne alle