sie werde auch das gute Vernehmen zwischen dem Klosterund der Familie gänzlich wiederhcrstellen. Also ginger zu dem Kavalier und legte ihm des Bruders Chri-stoforus Bitte vor- Sie kam unerwartet, und demStaunen des Nobile vermischte sich Unwillen sowohlals Mitleid. Er überlegte einen Augenblick und be-stellte ihn dann zu einer gewissen Stunde des folgen-den Tages. Der Guardian hinterbrachte dem Novi-zen die Antwort.
Der Nobile wußte wohl, daß, je feierlicher undAufsehenerregender diese Unterwerfung werde, destomehr sein Ansehen bei Verwandten und Volke steige,und daß sie der ganzen Familie zu Ruhm und Ehregereichen müsse. Er bestellte sogleich sammtliche Ver-wandte, um eine allgemeine Genugthuung zu em-pfangen, zum nächsten Mittag in sein Haus. DerPallast strotzte zur bestimmten Zeit von Ritternjedes Alters und Geschlechtes, und überall drängtensich weite, prachtvolle Mantel, hohe, herabwallendeFedern, und ungeheure Halskrausen durcheinander.
Vorzimmer, Hof und Straße wimmelten vonBedienten, Pagen, Bravi und Neugierigen aller Art.Bruder Christoforus sah diese Vorbereitungen, er-riech die Ursache, und empfand eine leichte Unruhe.Augenblicklich erholte er sich aber wieder und sagte zusich: „Es ist gut so, ich habe ihn öffentlich, vor denAugen der Welt getödtet, so sehe denn auch die Weltmeine Reue!" Mit niedergeschlagenen Augen, einen