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Leben der Demuth und Buße und konnte das ange-siiftcte Uebel zwar nicht ungeschehen, aber doch soviel wie möglich wieder gut machen und den unerträg-lichen Stachel der Reue abstumpfen. Der Gedanke,daß man seinen Entschluß könne der Furcht entsprossenglauben, betrübte ihn einen Augenblick, es trösteteihn aber, daß er ein solches falsches Urtheil als Strafeund als Mittel zur Buße annehmcn durfte. Also be-kleidete er sich in seinem dreißigsten Jahre mit derKutte, und da er zugleich mit ihr einen anderen Na-men annchmen mußte, so wählte er einen, der ihnin jedem Augenblicke an seine Schuld erinnere, undnannte sich Ehristoforus. —
Nach beendeter Einkleidungszeremonie machte ihmder Guardian sogleich bekannt, daß er sein Noviziatin ***, sechszig italienische Meilen von diesem Orteentfernt, bestehen und morgen dahin abgehen solle.
Der Novize neigte sich tief und bat noch um eineGnade: „Erlaubtmir, Pater," sagte er, „daß ich,che ich diese Stadt verlasse, wo ich das Blut einesMenschen vergoß, wo ich eine Familie tödtlich belei-digte , ihr mein Unrecht zum wenigsten abbitte undihr mein Leid kund gebe, cs nicht wieder ausgleichenzu können; daß ich vom Bruder des Getödtcten Ver-gebung erhalte und ihm mit Gottes Hülfe den Haßaus der Seele nehme."
Der Guardian hielt eine solche Handlung nichtallein schon an und für sich für gut, sondern meinte,