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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
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des GenicS ist, um mit Schmerzen der dichterischen Täu-schung verwechselt zu werden.

Nie hat ein Arzt seine Kranke mit größerer Theilnahmeund Schonung ausgcfrägt, als er Klotilden im nächsten Zwi-schenakte: er entschuldigte seine Zudringlichkeit mit dem Be-fehle der Fürstin. Ich muß vorher berichten, daß die Kranke ob er gleich bisher ein fallender Petrus war, den man-ches Hahngeschrci mehr zum Weinen als zum Bessern ge-bracht doch die zweite Person blieb, die er nie vcrläugnete,d. h. die er nie mit seinen jetzigen frivolen, launichten, kühnen,fangenden Wendungen anredete. Die erste Person welcheer zu hoch achtete, um mit seinem jetzigen Herzen an sie zuschreiben war sein Emanuel.

Klotildc antwortete ihm:sie sei so wohl, wie immer;das einzige, was an ihr krank sei (sagte sie lächelnd), näm-lich die Farbe, sei schon unter den Händen einer Wundärztin,die sie wider ihre Neigung blos von außen heile." Diesescherzhafte Erwähnung des von der Fürstin dekretierten Schmin-kens hatte die doppelte Absicht, ihr Schminken zu entschuldi-gen, und den Doktor auö seinem weichherzigen Ernst zu brin-gen. Aber das erste war unnöthig da im Theater sogarDamen, die nie Roth auflegen, cS beim Eintritt in die Logeaustrugen und beim Auögang auöstrichcn, um nicht an einemBaum voll glühender Stcttineräpfel als die einzigen Quittenda zu hängen, und da überhaupt von dem ganzen weiblichenHofstaat die mineralischen Wangen als Hof-Gesichtlivrcc ge-fordert wurden. Das zweite war vergeblich; vielmehr schwol-len die Wunden seines Herzens durch zweierlei höher: durchjenes kalte fast schwärmende Ergeben ins Verblühen unddurch etwas unaussprechlich Mildes und Weiches, was oft