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rechnen — daß sie immer Klotildcn tadelte, besonders ihre„affcktirte" Tugend. Der zweite war, daß Klotilde sie ebenso wenig sachte: Viktor konnte niemand lieben, dem Klotildenicht liebte. — Und setzt sind die Ncnnwochen und Visiten--Taranteltanzstundcn Eines Menschen zu Ende; aber ach dieganze Nachwelt muß noch dieselbe heiße Linie der Narrheitund Jugend passircn.
24. Hundsposttag.
Schminke — Krankheit Klotildcns — Schauspiel Iphigenie —Unterschied der bürgerlichen und der stiftfähigcn Liebe.
-<^m Lösten Februar fand Viktor Morgens bei Joachimen— die stolze Klotilde. Ich weiß nicht, war diese aus Zufall,oder Höflichkeit, oder deswegen da, um einer Person, dievon Viktor mit einigem Interesse behandelt wurde, näher zubegegnen. Aber, v Himmel! die Wangen dieser Klotilde wa-ren blaß, die Augen wie von einer ewigen Thräne überhaucht,die Stimme gerührt, gleichsam gebrochen, und der bleicheMarmorkörper schien nur das Bild zu seyn, das am Grab-mal der entflognen Seele steht. Viktor vergaß die ganzeVergangenheit, und sein Innerstes weinte vor Sehnsucht, ihrbeizustehcn und aus ihrem Leben alle trübe Wintcrlandschaftenwegzulöschen. „Ich befinde mich heute wie gewöhnlich" sagtesie auf seine hofärztliche Frage, und er wußte nichts aus die-ser unerwarteten Erbleichung zu machen — er konnte heute