Lcnn sie verstecken sich selber eben so — wenn sie das Or-chester der Welt mit Kindcrstimmcn und mit vingt-guate«und mit Weck- und Rcpetirwerkcn (welche unähnliche Zu-sammenstellungen !) füllen — wie Göthc vom spielenden Ton-künstler begehrt, daß er sür die Ohren arbeite, aber zurSchonung der Augen sich selber verberge. Eben so schönhandeln sie, wenn sie ihre Kinder der 3»sten Ehe am Ende(oft nach der 5 oder 20jährigen Verjährung) doch an Kin-desstatt annehmen und der Welt zeigen, und so den Zeisigennachahmen, die, wie man sagt, ihrem Neste und dessen In-sassen durch den sogenannten Zeisigstcin so lange Unsichtbar-keit crthcilen, bis diese flügge sind.
O.
Ostrazismus. Er war bekanntlich bei den Griechenkeine Strafe: nur Leute von großen Verdiensten errangenihn, und sobald man diese Landesverweisung an schlechteMenschen verschwendete, ging sie völlig ein. Beklagen mußcs ein Reichsbürger, daß wir, da wir eine ähnliche öffent-liche Erziehanstalt, nämlich die Landesverweisung, haben, dieseoft an die allerelendesten Schelme verschleudern und daher —-in der Absicht, einen Kreis oder ein Land zum Spucknapfund zum Absondergefäß des andern zu machen — Hallnnkcnaus dem Lande jagen, die kaum Werth sind, daß sie darinbleiben. Dadurch wird der Gcbieträumung das Ehrenhafteund Auszeichnende, was sie für den Mann von Verdienstenhaben könnte, meist benommen, und ein ehrlicher Mann —z. B. Bahrdt — schämt sich beinahe, daß man ihn mit einersolchen Ehre nur belegt. Es sollte daher reichspolizeimäßigwerden, daß nur Minister, Professoren und Offiziere von
3ca» Paul'S aiisgew. Werke. IV. g