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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
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Perückcnmacher, unter fortwährendem Fechten und Musizircn,schon sein Möglichstes thun, und einiges durchsetzen währenddes Gottcsfricdcns der Musik. Aber sobald die Musik denletzten Athem gezogen hatte: so setzte der harmonische Strich-vogel und Sturmläufer behend über das Chor hinaus, undsann unterwegs tausend Ohren und einem einzigen Ellenbogennach. Der Kantor könnt' ihn nicht riechen und nicht kriegen.

Lief er hingegen glücklicherweise mit seinen Schachtelndurch ein Dorf, wo gerade Pfarr- und Schulhcrr und pä-dagogischer Froschlaich eine taube Leiche umquäkten und um-krächzetcn, welches viele noch kürzer eine Lcichenmusik nennen:so konnte der Virtuose, ohne Gcgenstemmung der Ellenbogen,munter mit zwei Füßen mitten in die Motette hineinsprin-gen das Trauer-Ständchen, das die Erben dem Todtcnbringen, bearbeiten dem Lcichcnzugc einige Finalkadcnzengratis zuwcrfcn, und doch noch im Dorfe.dem Amtmanneine ganz neue Beutelperückc anbieten.

Unserem Helden machte die Dorfkirchen-Musik das größtesatirische Vergnügen. Wir aber hätten wenig davon, wennich nicht so vorsichtig wäre, daß ich um die Erlaubniß nurzu einer elenden Ertrashlbe man soll sic kaum sehenüber die Kirchenmusik bettelte.

Elende Extra-Sylbe über die Kirchenmusik.

Ich sehe allemal mit Vergnügen, daß die Leute in einerKirchenmusik sitzen bleiben, weil es ein Beweis ist, daß keinervon der Tarantel gestochen ist; denn liefen sic hinaus, sosähe man, sie könnten keine Mißtönc aushaltcn und wärenalso gebissen. Ich als profaner Musikmeister setze nur fürwenige Kirchen nämlich für geflickte oder für neue