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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
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Lieutenant (seufzend,. Gott hat's so gewollt.

Pacht er in. Ihr gnädiger Papa todt, und mein Mann mein Mann auch todt!

Lieutenant. Das wollen wir noch nicht glauben.

Pachterin. Wie könnt' cs anders seyn? Jeden Au-genblick hofft' ich, er sollte mit dem gnädigen Herrn Papazurückkommcn, und nun muß ich hören, daß er gar nichtin Birkendorf ist. Ach Gott! er ist gewiß verunglückt!

Lieutenant. Jammern Sie doch nicht vor der Zeit!Ihr lieber Mann hat vielleicht unterwegs meines VatersTod erfahren und alsdann eine andere Reise gemacht,weil er nun ohnedem in Birkendorf unnütz gewesen wäre.

Pacht er in. Nein, er ist gewiß todt. Am Tage, wieer fortgereist war, gab's ein Zeichen. Ich saß am Tischeund las den Abendsegen; da ging's klirr! auf dem Schranke.Hu! wie schauerte mir die Haut; ich sah Hinauffund ach!das schöne geschliffne Deckelglas, woraus mein Mann anseinem Geburtstage und hohen Festen sein bischen Weintrank, war mitten entzweigesprnngen. Was sagen Siedazu?

Lieutenant. Daß cs ein natürlicher Zufall war.

Pachterin. Ja nehmen Sie mir's nicht ungnä-dig so sagen die Freigeister in der Stadt; aber aufdem Lande weiß man, was man weiß, Gott gebe, daßich mich irre; aber

Lieutenant. Lassen Sie uns etwas anders, undvon der Sache reden, warum ich eigentlich hergckommen bin.

Pachter in. Was haben denn Eure Gnaden zu be-fehlen ?

,,Lie utenant. Sie wissen, ich bin der einzige Sohnund Erbe meines verstorbenen Vaters. Da nun noch zwei-tausend Thaler Pachtgeld auf dieses Jahr rückständig sind

Langbein'« sämmrl. Schr. IX. Bl>. 29