Druckschrift 
5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
410
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(Gasse vvr Luisens Wvhining. Es ist Abend und einigeLaternen brennen im Hintergründe).

Erster Auftritt.

Sprosser (kommt die Gosse herunter).

Ich muß mein Glück noch einmal versuchen. (Blicktherum.) Die Laternen sind aber auch hier so verfluchtdünn gesät, daß man kaum seine eigne Nase, geschweigedenn ein fremdes Haus finden kann. Halt! hier wohntder kleine Teufel. (Klingt ou der Thure, findet fie verschlos-sen und ruft): Luise! Luise! Hm! kein Mensch läßt sicham Fenster sehen. (Sr klopfe an, und lauscht ein Weilchen.)Auch das hilft nicht? Nun muß ich schon mein Lied-chen anstimmen. Vor Orpheus Gesang öffneten sich dieehernen Pforten der Holle: vor meinem Ständchen wirdsich doch wenigstens diese hölzerne Paradiesthure aufthun.(Singt.)

Horch, schönes Mädchen, horch!Ich stehe hier und friereVerdummt an deiner Thüre,

Und kloppre, wie ein Storch.Horch, schönes Mädchen, horch!