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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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Hauptmann. Wollen Sie dieses Geschäft mir über-lassen?

Luise. Niemand lieber. (Uebergibt ilim das Packet.)

Hau Pt mann. Beste Luise, nun sind Sie gerechtser-tiget, nun bedarf ich Verzeihung. Kann ich sic hoffen?

Luise. Mein Herz vergab Ihnen schon.

Hauptmann. Tausend Dank. Sie strafen michdurch Sanftmuth; aber desto größer war mein Verbrechen,eine Seele, wie Sie, zu beleidigen. Ich schäme mich vormir selbst, daß ich mich von dem nichtswürdigen Bubendazu verleiten ließ. Doch er soll dafür büßen. Leben Siewohl bis auf Wiedersehen! (Will gehen.)

Luise. Wohin, lieber Hohwald? Sie wollen dochnicht etwa die Sache mit dem Degen ausmachen?

Hauptmaun. Ungerügt darf, bei Gott! die schänd-liche Thät nicht bleiben.

Luise. Das soll sie nicht; nur wählen Sie einenWeg, auf dem Sie nicht alles, selbst Ihr Leben wagen.

Hauptmann. Ha! bei dieser Windpuppe wag' ichnichts.

Luise. Aber doch Ruh' und Glück, wenn er durchIhre Hand fällt.

Hauptmann. So weit soll's nicht kommen; ich willihn nur zeichnen, damit sich Jeder an ihm spiegle, der mitungcnoßner Liebe prahlt.

Luise. Lieber Hohwald, wer ist im Zorn ganz Herrüber sich selbst? Wie leicht thun Sie mehr, als Sie woll-ten, müssen flüchten, und wir sehen uns vielleicht nie wieder.Bedenken Sie das!

Haupt mann. Sie stellen sich die Sache wirklichetwas zu fürchterlich vor, beste Luise; aber Ihr Wille fe-rnem Gesetz! Ein rechtschaffener Mann entehrt auch