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Hauptmann. Eine Verfolgung, die Ihnen vermut-lich ganz angenehm gewesen ist.
Luise. Freund, Freund, es werden Tage kommen, daSie dieser Spott reuen wird.
Hanptmann. Meinen Sie?
Luise. Gewiß. — Sie kennen wohl nicht einmal denMann, auf den Sie eifersüchtig sind?
Hanptmann. O ja, ich bin so unglücklich, und derWind von seinen Reisen saust mir noch vor den Ohren.
Luise. Nun so werden Sic gemerkt haben —
Hanptmann (schnell einfallend). Daß er ein Narr ist.
Luise. Sie nehmen mir das Wort aus dem Munde.
Hanptmann. Aber nicht den Gedanken aus demHerzen. - A
Luise. Auch den, lieber Ungläubiger. Wie könnenSie mir Liebe zu einem solchen Lassen im Ernste Zu-trauen ?
Hanptmann. Sehr füglich; weil Liebe zu solchenLassen bei Ihrem Geschlechts von jeher Modegeschmack war.
Luise. O wie hat sich Ihr Herz verändert! Sonstgalt ich Ihnen mehr, als Andre meines Geschlechts, abernun —
Hauptmann. Nun seh' ich leider! daß Sie mir zuviel gegolten haben.
Luise. Sprach das wirklich mein Hohwald, odertäuschten mich meine Ohren? — Gott weiß, Sie thunmir unrecht.
Hauptmann. Unrecht? — Der gereiste Narr rühmtsich ja Ihrer Gunst in öffentlichen Gaststuben; versichert,daß sie in unzähligen Briefen —
Luise. Das rühmt er? das versichert er? O der