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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
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wagten es nur nicht, durch Pochen und Pfeifen gegen denStrom zu schwimmen. Aber sie eilten ins Haus ihresGönners, gaben ihm Knude von der öffentlichen Verhöh-nung seiner Person, und meldeten ihm: das Schimpfspiclwerde morgen ans lautes Begehren wiederholt.

Er staunte, zürnte, und faßte den herzhaften Entschluß,seine Ausstellung am theatralischen Pranger selbst anzuse-hen. Am Abend des folgenden Tages begab er sich auchwirklich mit seiner Gattin und jungem Tochter in den Ko-mödiensaal und bezahlte die Einlaßkarten mit solchen Gro-schen, die man ihm, trotz seiner Vorsicht, aufgchangcnhatte. Es dünkte ihn jetzt die schönste Gelegenheit, sie wie-der los zu werden: denn die Einnahme war ja für dieArmen bestimmt.

Seine Ankunft auf den ersten Plätzen, vorn an derBühne, setzte alle Anwesenden in Verwunderung. Manwar neugierig, wie er sich bei der Vorstellung benehmenwürde.

Sic begann. Er schüttelte mit dem Kopfe und knurrtelaut, als er sein Nachbild erblickte. Es fing an zu spre-chen; er hörte mit Erstaunen seine eigene Stimme, undstampfte einige Mal mit dem Stocke. Doch verhielt ersich außerdem ruhig bis zu den Worten:

Nur Schade, daß man nicht alleinKann immer Hahn im Kvrbe seyn!

Jetzt fuhr er von seinem Sitz aus und erhob de» Stock.In dieser drohenden Stellung wartete er noch die folgen-den vier Verszcilen mit Geduld ab; doch nun that ervorwärts einen Sprung, und schlug, indem die Schma-rotzerei ihr kereat rief, mit wüthendcr Gewalt unter diespeisenden Herrschaften. Wilhelminc suchte ihn durch äugst-