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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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und sagte, daS sei ihre Licblingstclle und die Ruhebank ihrerstillen Seele gewesen. Der Ort war nicht erhaben, aberwas noch mehr ist, dem Erhabnen gegenüber (sogar diephysische Großhcit, z. B. ein Berg, hat die Ferne als einFußgestcll nöthig) er lag am tiefsten im Thal, von Ema-nuelS Blumcnkcttcn umfasset die er oft unvcrzäunt an-lcgte, weil alle Maienthaler seine kleinen Freuden schonten von großen Kleefeldern angeweht, vom Monde, der imFrühling erst vom Berg herab diese Tiefe anstralte, miteinem schwermüthigcn Gemisch von Birkenschatten, Wasser-glanz und lichten Stellen überdeckt und endlich mit einerGraSbank geziert, deren ich nicht erwähnte, wäre sie nichtan beiden Enden mit großen niedcrwankenden Blumen be-steckt, die zärtlich keiner erdrückte, der sich zwischen ihnenniederließ. Wie wurde Viktor betroffen oder entzückt,als Emanucl nach dieser Klvtilde fragte! Wie Thau-Ju-welen, wie Freudcnthränen sielen alle Worte deS Lehrers insein lechzendes Herz, weil eS Lobsprüchc auf ihre weiche Seelewaren, die ihre Thränen nur in fremde leitet und vortrocknen Herzen verdeckt, auf ihre feine Ehrlicbe, die dermännliche Tadel zu Kälte und der weibliche zu Stolz ver-dreht, und auf eine liebende Wärme, die man in ihrem wieeine Knospe sestgcschlossenen Herzen nicht gesucht hätte, daösetzt die leblose Natur mit der belebten vermengt, um anscncr diese lieben zu lernen. Es rührte Viktor bis zu Thrä-nen, da Emanuel ihm seine auö diesem Eden entrückte Schü-lerin so warm anlobte und als er ihn noch dazu unbe-fangen bat, der Freund seiner Freundin zu werden und sctzo,weil er sterbe und weil sie nicht mehr komme denn siewar daö letztem«! bloS da gewesen, um zu Pfingsten, unbe-