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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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scr unvergeßliche Geist wollte nicht weichen, seine Gestaltschlug den Leichenschleicr zurück, fing an zu glänzen und anzu reden:Horion, mein Horion, warst du nicht an meinerHand, warst du nicht an meinem Herzen? Aber cs istlange, daß wir uns geliebt haben, und meine Stimme istdir nicht mehr kenntlich, kaum noch mein Angesicht achdie Zeiten der Liebe rollen nicht zurück, sondern ewig wei-ter hinab." Er lehnte sich an einen Baum und trockneteunaufhörlich daö Auge, das den Weg nicht mehr fand, undseine Blicke ruhten fest an den Wäldern, die nach St. Lünegehen, und an den neblichten Bergen, die sich vor Maien-thal und vor seinen zweiten Lehrer stellen . . .

Kufsewiz sprang vor.

Aber zu bald; seine bewegte Seele wollte noch nichtunter fremde Menschen. ES war ihm lieb, daß er an eineumgestürzte Rinne stieß, aus welcher Schafe Salz lecken,und an einen Zaun, der sie zu Nachts behütet, und an dieHütte auf zwei Rädern, worin ihr Wärter schläft. Er hatteeine eigne Neugierde und Vorliebe für kleine Nachbilder derHäuser; er trat in oder an jede Köhlerhütte, in jcdeJäger-und Vogelhütte, um sich mit seiner eignen Einschränkung undmit den Parodien unsers kleinen Lebens und mit dem Erd-geschoß der Armuth zu betrüben und zu erfreuen. Er gingvor nichts Kleinem blind vorbei, worüber der Welt- undGeschäftmann verschmähend schreitet; so wie er wieder vorkeinem Pomp des bürgerlichen Lebens stehen blieb. Er machtealso ein Thürchen am Fahr-Bctte des Schäfers auf: es sahdarin so armselig aus, und das Stroh, daö Eiderdunen undSeidcnsäcke ersetzte, war so niedrig und zerknüllt, daß er sichunbeschreiblich hineinsehntc; er brauchte jetzt eine Tüncher-