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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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tor und der Vater fuhren zusammen. Denn letzter war wiedie meisten Großen aus Mangel an Zeit abergläubig undungläubig zugleich; und bekanntlich hält der Aberglaube dasZerspringen eines Porträtglases für einen Vorboten desTodes des Urbildes. Der Vater warf sich ängstlich die Er-laubniß vor, die er Klotilden gegeben, so lange in Maien-thal zu bleiben, da sie doch da ihre Gesundheit in unnützenjugendlichen Schwärmereien verderbe. Er meinte ihre Trauerum ihre begrabene Ginlia; denn sie war (erzählte er) bloSvor Schmerz über diese, ohne alles Gepäck, am ersten Maihieher gecilet; und sogar die Kleider der geliebten Freundinhatte sie heute mit unter den ihrigen geschickt. Er brachheiter ab; denn Matthicu kam, der Bruder dieser Giulia,der sich nur zeigen und beurlauben wollte, weil er wie mehrevon der Stief-Brüdergemeine des Hofs der Prinzessin ent-gegen reifete.

Viktor wurde stiller und trüber; seine Brust quoll ihmauf einmal voll unsichtbarer Thränen, deren Quelle er anseinem Herzen nicht finden konnte. Und als man noch dazudurch Klotildens stilles leeres Zimmer ging, wo Ordnungund Einfachheit an die schone Seele der Besitzerin zu starkerinnerten: so siel sein plötzliches gerührtes Verstummen auchandern auf. Er riß die Augen eiligst weg von einigen Blu-menzeichnungen ihrer Hand, von ihrem weißen Schreibzeugund von der schönen Landschaft der Oeltapete, und trat hastigauf das zu, was Le Baut aufspcrrte es war kein edlesHerz, was dieser mit seinem, obwol wie eine Kanone ge-bohrten, Kammerherrnschlüssel sperren konnte (die Titular-kammerhcrren in Wien heften nur einen hermetisch - versie-gelten an), sondern sein (ludinet ck'lnstolre Naturells öffnete

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