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Prinzessin kommen würde; davon konnte kein Sterblichergenug reden, zumal auf dem Dorfe. Ich weiß nicht, worine6 Viktor versah, daß er die meisten Weiber auf die Mei-nung brachte, er liebe sie. Genug, die Kammerherrin, diein ihren Jahren nicht mehr Liebe, sondern den Schein derLiebe forderte, dachte: „vielleicht!" Man verkenne sie nicht:sie brachte zwar allemal die erste Stunde mit einem Manneauf der Sternwarte der Beobachtung zu; aber die zweitenur dann imJagdschirm, wenn die erste glücklich gewesen,und sie war kalt genug, um nicht mehr zu hoffen als zusehen; sie verspottete sogar jeden, der bei ihr noch einer weib-lichen Eitelkeit, Eroberungen zu leicht vorauszusctzen, andersschmeicheln wollte, als öffentlich. Genug, sie beurtheilteheute unfern Viktor zu günstig — in ihrem Sinn — oderzu ungünstig — in unserem; wie überhaupt die bloßenHofleute nur bloße Hofleute errathen. — Von Klotildensprach man kein Wort, nicht einmal von der Zeit ihrer Zu-rückkchr.
Ueberhaupt hatte die Le Baut einen ungeheuren Stolzin sich gegen ihre Stieftochter zu bestreiten, von dem mirmein Korrespondent hätte melden sollen, woraus er sich steifte,ob auf Verhältnisse oder auf Verdienste; denn beides warreichlich da, indem die Kammerherrin von des jetzigen Fürstenseligem Herrn Vater die H— gewesen. — Ich und ein ge-scheiter Mann haben's hin und her überlegt, ob sie demCäsar in der Liebe oder im Ehrgeiz gleiche. Der gescheiteMann sagt: „in der Liebe", weil eine Frau die Liebe nievergesse, wenn ein Fürst ihr Lehrer darin gewesen. Deösel. Herrn Vaters Herz hatte besonders zwei Schönheiten an