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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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legen müsse, wenn man dessen fünf habe das Gute aberumgekehrt so suchen redliche Hofseclen, weil sie sehen,daß keiner diese bescheidne Sprache sichren will, in jedesNamen sie zu reden, und schreiben dem, dessen Demuth sierepräsentiren wollen, allezeit sunfzehn Unzen mehr Bösesund weniger Gutes zu, als er wirklich hat. Hingegen beigegenwärtigen Personen haben sie diese stellvertretende Ge-nugthuung nicht nöthig. Daher ist das Leben solcher Hof-Edeln ganz dramatisch; denn da nach Aristoteles die Komödiedie Menschen schlechter, und die Tragödie sie besser malt,als sie sind, so lassen gedachte Edle in jener nur Abwe-sende, in dieser nur Gegenwärtige agiren. Ich weißnicht, ob diese Vollkommenheit hinreicht, einen wirklichenFehler des Evangelisten gut zu machen, welches der war,daß er, wie die Römer an Luperkalien, zu oft nach demweiblichen Geschlecht Hiebe führte. So sagte er heute z. B.,Mädchen und Himbeeren hätten schon Maden, eh' sic nur reifwären die weibliche Tugend wäre das glühende Eisen,das eine Frau,(wie auch sonst bei den Ordalien) vom Taus-stein (Tauftag) bis zum Altar (Trautag) zu tragen hätte,um unschuldig zu seyn u. s. w.

Nichts siel Klotilden und so Hab' ich's allemal beiden Besten ihres Geschlechts gefunden empfindlicher, alsSatire auf ihr ganzes Geschlecht; aber Viktor erstaunteüber ihre dem Geschlecht und der Welt-Erfahrenheit gleichsehr eigne Kunst, es zu verbergen, daß sie dulde undverachte.

Des Evangelisten Beispiel machte, daß auch Viktor an-sing zu phosphoresziren auf allen Punkten seiner Seeleder Funke des Witzes umlief den ganzen Kreis seiner Ideen,