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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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Seele auSstieg, indcß sie den Körper den Stößen der Erdeließ aber heute fällt mein Auge traurig und langsamvon dir und dem weißen Blumenflor, den ich um deineKüsten angepflanzet, auf den naßkalten Boden herab, wo ichstehe und ich sehe uns alle von Kühle und Abend umge-ben weit von den Sternen abgerissen von Johannis-würmchen belustigt, von Irrwischen beunruhigt alle ein-ander verhüllt, jeder einsam und sein eignes Leben nur füh-lend durch die warme pulsirende Hand eines Freundes, dieer im Dunkeln hält.

Ja, cs wird zwar ein anderes Zeitalter kommen, woes licht wird, und wo der Mensch aus erhabnen Träumenerwacht und die Träume wieder findet, weil er nichtsverlor als den Schlaf.

Die Steine und Felsen, welche zwei eingehüllte Gestal-ten, Nothwendigkcit und Laster, wie Dcukalion und Pyrrhahinter sich werfen nach den Guten, werden zu neuen Men-schen werden.

Und auf dem Abendthore dieses Jahrhunderts steht:Hier geht der Weg zur Tugend und Weisheit; so wie ansdem Abcndthor zu Cherson die erhabene Inschrift steht: Hiergeht der Weg nach Byzanz.-

Unendliche Vorsicht, du wirst Tag werden lassen.

Aber noch streitet die zwölfte Stunde der Nacht: dieNachtraubvögel ziehen; die Gespenster poltern; die Todtengaukeln; die Lebendigen träumen.

Inder Frühling- Tag- und Nachtgleiche l794.

Jean Paul.