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1 (1847) Die unsichtbare Loge : 1ster Theil
Entstehung
Seite
206
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Wir verstehen uns, herzlicher Freund; wer selber einmalSatiren geschrieben hat, vergibt alle Satiren ans sich, zumaldie boshaftesten, blos die dummen nicht. Aber, ob es derDoktor gleich im Scherze verfochten hat, so muß ich dochsolche Leser, die weit von Scheerau wohnen, ohne Rücksichtauf mich benachrichtigen, daß der besagte Lcgazionrath Ocfcldie unbedeutendste Haut ist, die wir beide nur kennen, wieer denn blos unter Weibern weniger, aber unter Männernallzeit verlegen ist und im kleinen Zirkel viel mehr als imgroßen, zu geschweigcn, daß er immer die Aufmerksamkeitaussucht und auch erjagt, welche bescheidne Leute geschickt ver-meiden, die allgemeine nämlich. Wenn ihm diese überall ge-lingt: so soll er sie doch nicht in meinem Buche haben. . . .Die folgende Sache ist freilich unmöglich zumal meinerverdammten lang- und kurzbeinigen oder spondäischcnStellage und Konsole wegen, ans die mein übrigens von

Kennern beurthciltcr Torso gelagert ist-aber ausmalen

kann sich doch ein Mensch die unmögliche Sache, welche dieseist, daß ich mich einmal Beaten mit einer Liebcrklärung zeigteund so wider eigne Erwartung selber der Held dieser

Lebensbeschreibung nnd sic die Heldin würde-ich bin

ordentlich verdutzt, denn ich wollte wahrhaftig nur sagen nndsetzen, daß ich bei Nöper Gcrichthälter würde und hernachim Grunde weil ich jeden Gcrichttag zärtlich wäre, odereine zärtliche Bestie, wie eine Frau sich auüdrückt, die mehrzum schönen als schwachen Geschlecht gehört gar seinSchwiegersohn. Mit Freuden wollt' ich dem so gutenLeser, dcr Mitfrcude fühlt, alles biographisch beschreiben undihn ergötzen. .... Aber wie gesagt, die Sache ist fatalerWeise wol unmöglich, so weit ich in die Zukunft schauen