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diese Weise regierte er um 15 Prozent leichter; — der Mi-nister aber um 100 Prozent, welcher zuletzt aus Dank-barkeit, um dem geschwächten Fürsten sogar das schwereHandhaben des Stempels abzunehmcn, das schöne Petschaft(er zog es Michcl-Angclo's seinem vor) selber in sein eignesDintenfaß eintunkte; so, daß der alte Herr ein Paar Tagenach seinem eignen Tode verschiedene Vvkazionen und Re-skripte unterschrieben hatte — aber dieser Poussirgriffel undPrägstock der Menschen wurde der Lcgestachel und Vater derbesten Regierbeamten und laichte zuletzt den Pcstilenziarius.
Ertragcdanken über Regentendaumen.
Ä^icht die Krone, sondern das Dintensaß drückt Fürsten,Großmeister und Kommenthurcn; nicht den Zepter, sonderndie Feder führen sie mit so vieler Beschwerde, weil sie mitjenem blos befehlen, aber mit dieser das Besohlne unter-schreiben müssen. Ein Kabinetrath würde sich nicht wundern,wenn ein gequälter gekrönter Skribent sich, wie römische Re-kruten, den Daumen amputirte, um nur vom ewigen Namen-Malen, wie diese vom Kriege, loszukommen. Aber die re-gierenden und schreibenden Häupter behalten den Daumen;sie sehen ein, daß das Landeswohl ihr Eintunkcn begehrt, —das wenige Unleserliche aus Kabinctbesehlen, was man ihrenNamen nennt, macht wie eine Zauberformel Geldkästen, Her-zen, Thore, Kaufläden, Häfen ans und zu; der schwarzeTropfe ihrer Feder dünget und treibet oder zerbaizet ganze