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1 (1847) Die unsichtbare Loge : 1ster Theil
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zeig' cr nur halb, weil man sich für die Menschen am mei-sten interessirc, an denen man noch etwas zu errathcn suche,und die neugierigen Pazicntinnen würden die scinigen seyn.Ob er verheirathet sei, wiss' cr selber nicht; und andere soll-ten's auch nicht wissen, weil man ihn in alle Häuser, woein Waarcnlagcr von Töchtern steht, als Arzt Hineinrufen

werde, damit er als Bräutigam wieder hcrausgche.--

Endlich nehm' er deshalb nur weibliche Kranke an, weil diesedie häufigsten wären; weil man zu ihm für diese auöschließendePraxis ein besonderes Zutrauen fassen würde; weil dieses Zu-trauen das ganze Dispensatorium eines WeibcrdoktorS sei; weildie meisten Krankheiten der Weiber blos in schwachen Nervenund deren ganze Kur in Enthaltung von Arzcneicn bestände;weil Apotheken nur für Männer, nicht für Weiber wären undweil er sic eben so gern anbetete als kurirte.

Ein anderer Punkt war der, wienach er so geschwindnach Scheerau und so geschwind zum Medizinalrath gekom-men. Es ist so: der Erbprinz, der jetzt auf dem hohenThronkutschersitz mit dem Staatswagcn zum Teufel fahrenwird, liebt niemand; auf seiner Reise spottete er über seineMaitressen; seine Freundschaft ist nur ein geringerer Gradvon Haß, seine Gleichgültigkeit ist ein größerer; den grüß-ten aber, der ihn wie Sodbrennen beißet, hegt er gegen sei-nen unehelichen Bruder, den Kapitain von Ottomar, FenksFreund, der zu Rom in der schönsten natürlichen Natursowöl als artistischen geblieben war, um im Genuß undNachahmen der römischen Gegenden und Antiken zuschwelgen. Ottomar schien ein Genie im guten Sinne undim bösen auch. Er und der Erbprinz ertrugen einander kaumin Vorzimmern und waren dem Duelle oft nahe. Nun has-