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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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ich bin kein Strudelkopf, ich lavire gern im Sturme, wenn'smöglich ist. Könnten wir nur auf eine friedliche Art einigeMonate Zeit gewinnen, das wäre mein Wunsch. Dannbin ich Herr meines väterlichen Erbtheils und kann mitIhrer Tante offen und frcimüthig über unser Verhältnißsprechen. Doch jetzt darf ich's nicht. Ich bin noch in vie-len Rücksichten von meiner Mutter abhängig, und sie suchtein besonderes Vergnügen darin, alle meine Wünsche zuvereiteln. Sie würde mir also auch hier entgcgcnarbcitenund um so leichteres Spiel haben, da sie eine vertrauteFreundin der theuern Madam Schwalbe ist.

Julie. Das ist ein schlimmer Umstand. Wir dürfenuns jetzt nicht entdecken.

Hann chen (die bisher in einiger Entfernung stand, nä-hert stch). Ist es mir erlaubt, mich mit einem guten Rathin Ihr Gespräch zu mischen?

Moritz. Guter Rath ist immer willkommen.

Julie. Rede, Hannchen.

Hannchen. War' ich an der Stelle des Herrn vonSchmelz, ich ginge doch zur Tante, gäbe mir aberwenn sie mich nämlich nicht von Person kennte

Moritz. Sie kennt mich nicht.

Hannchen. Nun, da gäbe ich mir einen andernNamen und sagte kurz und rund: Madam, ich bin reichund habe Lust, zu hcirathen. Können Sie mir nicht einhübsches Weibchen Vorschlägen?

Moritz (lächelnd,. Das wäre wohl ein wenig mit derThür in's Haus gefallen.

Hannchen. Ei, freilich müssen Sie Ihre Worte zier-licher anbringcn.

Moritz. Und dann?