Druckschrift 
8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
72
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Mad. Schwalbe. Herr von Puff, ich gratulire. DerHerr Baron hat sich nach Ihren Wünschen erklärt. Ichwill Ihnen seinen Brief vorlese». Der Herr Kabinets-Courier ist doch wahrscheinlich vom Inhalt seiner Depescheunterrichtet?

Wiesel. Ich darf mich rühmen, des Herrn BaronsVertrauter zu sepn.

Mad. Schwalbe. Das konnte ich denken. Nun sshören Sic, Herr von Puff. (Sie liest:) .Madnme etobere »mie! Die Freiherren von Adlersburg sind dieältesten Kavaliere in Deutschland und der Herr von Puffist einer der jüngsten; seine Idee, die Hand meiner Toch-ter zu ambitionniren, ist also ein Attentat einer ble«-,il-lauce, in die ich als ein Glied des hohen Reichsadelsnimmer willigen würde, wenn mich nicht Ihre angelegent-liche Vermittelung, mu ebdre umie, zu mildern 8enti-niens persuadire. Also blos Ihnen ist der Herr von PuffDank und solide Erkenntlichkeit für die Auszeichnung schul-dig, daß ich ihm hiermit permittire, in Ihrer Gegenwartdem Fräulein aufzuwartcn. Ist er so glücklich, das Herzmeiner geliebten Tochter zu touschiren, so soll ihm meinväterlicher Conscns nicht entstehen, ^clieu, mu banneamie." (Sie legt den Brief zusammen.) Nun, Herrvon Puff, was sagen Sic dazu?

Hr. v. Puff. Ich bin vor Freude ganz stumm.

Mad. Schwalbe (zieht ihn bei Seite). Es wird Ih-rem künftigen Herrn Schwiegervater sehr gefallen, wennSie dem Courier ein ansehnliches Geschenk machen. HabenSie eine gutgespickte Börse bei sich?

Hr. v. Puff. Ich denke.

Mad. Schwalbe. Fort damit!

Hr. v. Puff (zu Wieseln). Darf ich mir wohl die Frei-