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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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H r. v. Puff. Das bleibt aber unter uns, lieberPaul! Bei andern Leuten gebe ich mich für einenangehenden Vierziger aus, und da ich mich so jungtrage

Mstr. Puff. Lüge, wie du willst, putze dich, wiedu willst: der Tod weiß doch wie alt du bist, und erwird dich, trotz deiner Fcchtkunst, beim Kragen nehmen,che du walzen lernst.

Hr. v. Puff. Herr Bruder, diese Sprache

Mstr. Puff. Klingt freilich nicht so lieblich, wiedu sic seit einigen Monaten zu hören gewohnt bist. Eswäre aber dein Glück, wenn deine Ohren nicht so gekitzeltwürden; denn glaube mir alle die Bursche, die dirschmeicheln, sind Gauner, die dich prellen oder prellenwollen.

Hr. v. Puff. Pah! wer sagt das?

Mstr. Puff. Ein ehrlicher Mann, der überdieß deinleiblicher Bruder ist, und also doppelte Pflicht hat, dirreinen Wein einzuschenkcn.

H r. v. Puff. Er scheint mir sehr sauer, dein Wein.

Mstr. Puff. Gib mir Anlaß, dich mit süßcrm zubedienen; ich will nicht karg damit sepn. Aber jetzt mußich dir ins Angesicht sagen, daß du Thorheitcn über Thor-heiten begehst.

H r. v. Pu ff. Du fällst heute grausam gegen mich aus.

Mstr. Puff. Denke nur ein Bischen über dich selbstnach. Du hattest von Jugend auf immerdar einen lang-samen, bleiernen Kopf. In deinem zwölften Jahre lern-test du erst lesen. Als deine Haare schon grau wurden,hattest du endlich so biel begriffen, daß du ein Würz-krämchen anfangen konntest. Du wußtest deinen Pfefferund Ingwer zu finden, wenn ein Kunde kam, und warst