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Julie. Und — was soll ich dir's läugnen? — dutrafst mein Hcrzensgehcimniß.
Hann chen. Sehen Sie!
Julie. Es ist mir lieb, daß es heraus ist. Du mußtes doch wissen, wenn du —
Hannchen. Sagen Sie nur, was ich für Siethun soll.
Julie. Einen Gang.
Hannchen. Zehn für Einen.
Julie (rasch und dringend). Nun, so geh geschwindzu meinem Moritz — sag' ihm, in welcher Angst ichbin — er soll kommen — ich will — ich muß mit ihmsprechen.
Hannchen (stehen bleibend). Gut, gut.
Julie. So laus doch! Worauf wartest du noch?
Hannchen (lächelnd). Ans die Adresse des jungenHerrn; denn unter dem Namen Moritz —
Julie. Ach! du hast Recht — ich war in Gedanken— ich spreche diesen Namen so gern aus —
Hannchen. Ein anderes Mal so oft Sie wollen;nur jetzt muß ich mehr wissen.
Julie. Geh in den nächsten Gasthof auf dieser Straßeund frage nach dem Herrn von Schmelz — nein, umsHimmels willen nicht! — frage nach dem Herrn vonRosendorn — so nennt er sich dort.
Hannchen. Herr von Schmelz? — Doch nicht derSohn der hiesigen Frau von Schmelz, die mit MadamSchwalbe viel Verkehr hat und nur vor einer halbenStunde bei ihr war?
Julie. Eben der. Sie weiß aber nicht und soll nichtwissen, daß vr hier ist. Der plötzliche Befehl meinerTante, hierher zu kommen, machte ihn unruhig, und er