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bekanntlich erlangt, bei einer krysiallisirendcn Flüs-sigkeit, das sich bildende Conglomerat von Krystal-len nach einiger Zeit der siattgefundenen Krystalli-sationsaction, seine Vollendung, und behält dann deninsipiden Ausdruck seiner Physiognomie unabänderlichfür die ganze Dauer seiner Existenz bei. Nicht soam Organischen, das von einer Entfaltung zuder andern schreitet, und gierig seiner Blüthenperiodezueilet, um von da aus wieder in der VerwesungSchooß zurückgeschleudert zu werden;— nicht aber,um hier, in Todesschlaf versenkt, auf alle fernereLebensäußerung Verzicht zu leisten. Denn, siehe da!aus den verwesenden Theilen des organisirten Indi-viduums entwickeln sich Millionen von Zoophytenund Phytozoen, die in Form und Farbe noch be-urkunden das dem Lebenden innewohnende Verlan-gen nach dem Ausdrucke des Harmonischen, desSchönen.
Sehr schön sagt Herder in seiner Kalligone:Da die Werkstatte der Natur so groß ist, wie dasAll, und ihre Energie wirkt, so lange Moment auf