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Dieß gilt von den Gebilden des Naturlebensüberhaupt, sowohl ihrer ideellen als ihrer soma-tischen Seite nach. Ein Gedanke ist um so tiefer,um so scharfsinniger, um so gehaltreicher, um so ge-diegener und unserm inner» Sinne entsprechender,folglich als Gedanke betrachtet, eines um so höher»Ranges theilhaftig, je mehr darin die Vielheit unddie auffallendsten Contraste zur Einheit, zum harmo-nischen Akkorde verschmelzen; ja! der höchste Gedanke,welchen auszusprechen die Philosophie seit Jahrtau-senden strebt, wäre jener, wornach das unci faßlicheMannigfaltige des All auf ein Einziges zurückge-führt werden könnte, oder wie man sich gewöhnlichausdrückt, wornach Alles sich aus einem einzigenGrundprinzipe entwickeln ließe.— Eben so steht einKunstideal auf einem um so hohem Range, zu einerje geschlossenem Einheit das Mannigfaltige combi-nirt erscheint, und je mehr an dem Mannigfaltigen,an je zwei Factoren eines Gegensatzes für sich be-trachtet, die Verschiedenheit, Entgegensetzung, derContrast, sich manisestiren.
Wie bestimmt die Gebilde des Naturlebcns sichnach der Stufenleiter ihrer Ausbildung ordnen las-sen, und zwar nach dem angenommenen Charakterdes Differenzirens und des zugleich eintretendenCentralisirens, dieß zeigt sich ganz vorzüglichbei einer vielseitigen umsichtigen und ruhigen Be-trachtung der Thierwelt, sowohl den getrennten In-dividuen, als den getrennten Organen an einerlei