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Es gehört mit zu einer der schönsten Seiten audem rühmlichen Streben der teutschen Naturphilo-sophie, zu zeigen, wie an dem Menschen, gleichsamdem Schlußsteine im Gebäude der Schöpfung, sichall' dasjenige conzentrire, was einzeln zerstreut, odernur zum Theil verbunden, in der Natur außer ihmstch darstellt. Sehr schön hat dieß unter andernHerr Or. Carus in seiner Abhandlung über Ge-hirn- und Nervenleben nachgewiesen; noch ausführ-licher in seiner Zootomie. Bei einer sinnigen Ansichtder lebenden Natur, wo wir dahin streben, dyna-misch nachzuweisen, was wir somatisch wahrneh-men; oder, die Idee auszusprcchen, welche in demBaue und dem Entwicklungsacte der Pstanzen undThiere verkörpert dargestellt wird; bei einer sol-chen Ansicht der Natur gelangen wir zu dem Ahnenfolgenden Gesehes: Die an den Individuen der
Pstanzen - und Thierwelt abgesondert erscheinenden,theils vollendeten, theils als Rudimente angezeigtcnTheile, wiederholen und conzentriren sich in vollkom-menster Ausbildung am vollendeten Menschen; zu-gleich aber auch in der allmähligen Entwicklungs-
*) Dr. Carus Gehirn - und Ncrvenlcbcn; dann dessenHandbuch der Zootomie 1818.