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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
267
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Aber weh Ihnen fuhr sie fort wenn Sie sich jegelüsten losten, irgend einem Menschen diese Schrift aus-zudenten oder überhaupt Ihre Geschichte zu erzählen. Dannkönnen Sie sicher darauf rechnen, daß Sic diesen Körpermit ins Grab nehmen."

Nachdem sie so gesprochen hatte, humpelte sic fort undich stand allein. Was sollt' ich nun anfangc» ? In meinLand zurückznkchrcn, wo ich mich nicht entdecken durfte,war kein Gedanke. Ich durchstrich also einige fremde Län-der, um eine Netterin zn finden, aber alle Mädchen flohenmich. Endlich kam ich in diese Gegend. Ich sähe Sie,liebte Sie und beschloß, mein Schicksal von Ihnen alleinzu erwarten. Lange wagt' ich nicht, vor Ihnen zu er-scheinen. Es ist schon ein Jahr, daß ich die Höhle be-wohne, wo mich Ihre Schwester schlafend fand und wohinihr ein mächtiger Talisman den Weg geöffnet haben mußte.

Aurore. Davon weiß ich kein Wort. Das ist sicherdie Anstalt einer Fee gewesen, die Zefircns Beschützerinist. Nu» erst erklär' ich mir das freundliche Benehmenmeiner Schwester gegen Sic.

Alzcst. Ein plötzlicher Sturmwind, den meine Fein-din erregt haben mochte, trieb sie wieder fort, indem meineSchlummerzeit vorüber war und sich der Augenblick mei-ner Vcrhäßlichung nahte. Alles übrige wissen Sic; ichaber weiß nicht, wie ich Ihre Wohlthat erwicdcrn soll.Welche Kleinigkeiten sind Herz und Hand, die ich Ihnendafür anbiete? Mancher andere König würde seineKrone mit in Anschlag bringen; doch wie könnte diesesblendende Ding den Entschluß einer Aurore bestimmen.

Aurore. Sie haben Recht. Diese Hand, die ich Ih-nen hier zum ewigen Bunde reiche, würde nicht nach einerKrone greifen, wenn sie nicht ein Mann von Alzestcns