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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Im Schatten eines Sonnenschirmes,

Den über ihm ein Page hielt,

Kam jetzt der Fant, ein Liedchen trällernd,

Zn der Prinzessin hingetanzt.

O Göttin, Göttin!" rief er ans:

Ich bin entzückt, zum Gott entzückt!

Doch lasten Sie nnS, eh' ich nochVon ihren Netzen weiter spreche,

Geschwind von dieser 'Stelle flieh«,

Wo uns die Glnt der SonnenstrahlenZn schwarzen Afrikanern brennt."

Nasch eilte man mir ihm ins Schloß.

Hier warf er sich der Länge nachAufs erste beste Kanapee,

Zog einen Facher auü der Tasche,

Bewedelte sein Lärvchen tapfer,

Und sprach kein Wort, alö:Puh, puh, puh!"

Daß ein Zirkel von Damen um ihn hernmstand, schiener gar nicht zu bemerken. Die Königin nahm zum Glückdie Unsittigkeit ihres künftigen Schwiegersohnes so wenigübel, daß sic vielmehr Auroren durch Augenwinke be-fahl, ihn zu unterhalten. Die folgsame Tochter war inder größten Verlegenheit. Was sollte sie mit dem Geckensprechen, den sein thenres Selbst jetzt so ausschließend be-schäftigte? Sie warf endlich, um der Mutter, die immerfort winkte, zu gehorchen, den gewöhnlichen Notbanker desWcttergesprächs ans.Es ist heut ein sehr heißer Tag!"sagte sie.

Puh! cs ist höllenhciß!" antwortete der Schmetter-lingsfürst.Puh, puh! ich brenne zu Asche! Ist cs aberauch ein Wunder, da ich mich zwischen zwei Feuern be-finde? Was die Sonne noch an mir übrig gelassen hat,das verzehren vollends die Flammen Ihrer Augen. Ha,ha, ha !"