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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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war, sah sie erstaunt den schönsten Staatswagcn ihrerMutter, mit dem Lcibzuge bespannt und von einer zahl-reichen Dienerschaft umgeben, feierlich einhcrziehcn. Voranging ei» Trompeter und hinter ihm der Hoffouricr, dervon Zeit zu Zeit, »ach ertöntem Trompetcnklang, voneinem großen Zettel mit lauter Stimme die Worte las:Ihr» Majestät, der unbekannte König, welcher i» dieserGegend rcsidirt, wird von Jhro Majestät, der Königindes Landes, an Dero Hof hiermit cingeladcn.

.,AH, das ist meiner Schwester Anstalt!" waren Auro-rcns Gedanken, und sic irrte sich nicht. Zefire war nachdem Gespräch mit dem Einfuß zu ihrer Mutter gelaufenund hatte derselben diesen Vorfall sowohl, als das Aben-teuer mit dem schönen Schläfer erzählt. Die wunder-gläubige Königin horchte hoch auf und war mit ihrergeliebten Tochter, die ungleich mehr als Aurorc bei ihrgalt, vollkommen der Meinung, daß durch die Liebkosungdes Häßliche» der Schöne zu erbeuten scpn wurde. Sicließ sich daher nicht lange bitten, Jenen mit der feierlichenGesandtschaft zu beehren, die jetzt den Hain durchzog.

Aurore schlich, ohne bemerkt zu werden, hinter Gebü-schen vorüber und eilte heim. Der Gallawage» nebstGefolge setzte langsam seinen Weg fort und der Hof-fouricr las sich heiser. Endlich vernahm Alzcst die Stimmedes Herolds und sah durch eine Fclsenritze den pomphaftenZug. Er war zweifelhaft, was zu thun ftp. Sollt' ersich an einen Hof wagen, wo er voraus sehen konnte,daß muthwillige Pagen und naseweise Zöschen ihn Hinte-rem Nücke» verspotten würden? Das verbot die Klug-heit. Sollt' er aber auch eine so treffliche Gelegenheitversäumen, die Abgöttin seines Herzens zu sehen?Dagegen stritt die Liebe j und da sic, wie gewöhnlich,