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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
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heit sehr liebenswürdig scpn. Wir Frauenzimmer sindnur so unglücklich, daß wir dieses hinfällige Geschenk derNatnr besitzen müssen, um den Augen der Männer zugefallen.

Der Zwerg. Dieß möchte wohl bei vielen, doch nichtbei allen der Fall scpn. Nur das luftige Volk der Geckenflattert immer und ewig wie Schmcltcrlingc den Blumender Schönheit nach und übersieht die Tugenden eines bra-ven, aber reizlosen Weibes. Wären Sic, Prinzessin, auchweniger schön, als Sie in der Thal sind, so würden Siedoch schon Achtung verdienen, weil Sic gegen Männer,die körperliche Anmuth entbehren, billigere Gesinnungenhegen, als den meiste» Damen eigen sind. Mir ist frei-lich dadurch noch nicht geholfen; denn zwischen Schön-heitsmangcl und meiner Häßlichkeit welche Kluft!

Zefirc. Springen wir darüber hinweg und erlaubenSie mir die Frage: Wo ist Ihr Aufenthalt?

Der Zwerg. Eine feindselige Fee hat mich aus mei-nen Staaten verbannt, und ich bewohne jetzt eine Felsen-höhle, die sich unter diesem Walde hin bis an die Grund-mauern Ihres Schlosses zieht.

Zcfire. Armer, unglücklicher Freund, wie können Siein dieser traurigen Einöde nur einen Tag leben? NehmenSie doch, bis Sie mit Ihrer Feindin wieder ausgesöhntsind, eine Wohnung in unsrer Burg an. Ich thuc diesesErbieten in die Seele meiner Mutter, die Sic mit offnenArmen empfangen wird.

Der Zwerg. Verzeih« Sie mir, daß ich diese Wohl-that ablehue. Meine gräßliche Gestalt hat zwischen mirund der Welt eine Scheidewand gezogen. So lange diesenicht von dem guten Engel, der es allein ihn» kann, nie-dergerissen wird, will ich mein Einsiedlerleben fvrtführcn.