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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
239
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Viertes Kapitel.

Handelt von einem schönen Vögelchen und einem häßlichenZwerglein.

Alle diese kleinen Unfälle und schlgeschlagenen Hoffnun-gen hatten Zcfircn sehr mürrisch gemacht Es war ihrdaher wirklich lieb, daß sie Auroren, die ihr sonst einDorn im Auge war, in einer Entfernung von hundertSchritten erblickte; denn nun bekam sic Gelegenheit, ihrenUnmuth an dem guten Mädchen auszulasscn.

Indem sie diesem heimtückischen Vergnügen entgegeneilte,sah sie einen kleinen, bunten Vogel, der Auroren umkreisteund einen weit schimmernden Edelstein aus dem Schnabelin ihre Hand fallen ließ. Dabei sang das Vögelchenjedoch so leise, daß es der noch entfernten Zefire unhörbarblieb Jener ins Ohr:

»Bewahre bleß Steinche» ,

Bewahr' es fein!

Vs wird einst in NöthenDein Netter seyn."

Wie ein gieriger Raubvogel schoß Zefire nun herbeiund rief athcmlos:Was hast du? Gib her!" Auroreweigerte sich keinen Augenblick, ihrer Schwester das Klei-nod zu zeigen, bat es sich aber wieder aus, als es langegenug beäugelt und bewundert worden war. Allein die