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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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cr eine Untcrofficierstelle und ward nachher auch Fähnrich.Doch im Jahre 1693 bekam er mit einem seiner Kame-raden Händel und verwundete denselben im Zweikampf sogefährlich, daß er cs für rathsam hielt, über die sächsischeGränze zu eilen.

Sein Gegner blieb zwar am Leben, und der Weg insVaterland stand dem Flüchtling wieder offen; er kehrtejedoch nicht zurück, weil dort kein Glück für ihn blühte.

In Sachsen fand er einen alten Gönner an dem Gcnc-ralftldmarschall von Schöning, durch dessen Vermittelunger sofort als Lieutenant «»gestellt ward. Dieser Generalhatte vorher selbst in brandcnbnrgischcn Diensten gestandenund schon damals unfern Kpan sehr begünstiget. Dicßwar sogar die entfernte Ursache des erwähnte» Duells;denn es entstand über den Vorwurf:Knau sep SchöningsHofnarr gewesen."

Im sächsischen Dienste hob er sich schnell von Stufe zuStufe empor, und ward endlich Gcncrallientenant. Ersagte oft: ,,Hätt' ich im Brandcnbnrgischcn nicht tief ge-stochen, so war' ich in Sachsen nicht hoch gestiegen."

Die Art und Weise, wie er sich zum Commandantcndes Königsteins selbst beförderte, gehört unter die Rubrikseiner Schwänke und soll dort erzählt werden. Er nanntediese Festung (ob sie gleich bis jetzt noch eine Jungfer ist)gewöhnlich seine Frau; denn er war nie vcrhcirathct, undmachte sich oft über Männer, die von ihren Weibern be-herrscht wnrden, sehr lustig.Da lob' ich mich!" spracher:Ich commandirc meine Gemahlin."

Er war ein wohlgewachsencr, rüstiger Mann und vonso ernsthaftem Ansehen, daß man Scherz und Laune garnicht bei ihm gesucht hätte. Seine drolligen Einfälle hat-ten ihn zu einem Lieblinge des Königs gemacht; doch vcr-