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Gute Nacht, Herr Geist! — Er erschrack, gab aber keinenMucks von sich und fuhr schnell in sein Haus." —
Simpel schämte und ärgerte sich, daß man ihn so plumphintergangen hatte, und that am folgenden Tage demKanzler eine ernstliche Vorhaltung. Dieser läugncte undschalt den lustigen Rath einen Vcrläumdcr. Der Königwußte nun nicht, wem er glauben sollte. Ungeachtet eraber von dem gespielten Betrüge nicht völlig überzeugtwar, so hatte dennoch Schalkwitz sein Vertrauen verlorenund erhielt von ihm die Weisung, sich in Zukunft, wenner nicht gerufen würde, des Hofs zu enthalten.
Denkling gab sich, so sehr er auch sonst Ruhe und Be-quemlichkeit liebte, nicht wenig Mühe, den völligen Sturzseines alten Freundes zu hindern. Doch alle Versuche,ihn bei seinem königliche» Vetter wieder ans Bret zu brin-gen, schlugen fehl. Simpel hatte bisweilen einen eisernenKopf, und so war er auch jetzt unerbittlich. Er erklärtesogar, daß er fest entschlossen ftp, den arglistigen Kanzlerauf immer von sich zu entfernen und dessen Stelle einemAndern zu übertragen.
Als Schalkwitz von dieser Gesinnung des Königs Nach-richt erhielt, knirschte er vor Verdruß mit den Zähnenund brummte für sich: „O du einfältiger Asinus! Wirwollen doch sehen, wer den andern zuerst in den Sacksteckt. Ich machte dich zum König, ich kann dich auchwieder vernichten! — Ha! wie wärs, wenn ich das thätc?— Der jüngste Tag seiner Regierung ist ohnedem schonvor der Thür. Aufruhr und Empörung regen sich vonallen Seiten, um ihn vom Throne zu stürzen. Immerherunter mit ihm! Ich verliere nun nichts mehr dabei.Aber ich kann gewinnen, viel gewinne», wenn ich ihmden ersten Stoß gebe. Sein Fall, durch mich bewirkt,
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