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halb, den Kriminalprozeß gegen den Verhafteten zu be-schleunigen.
Daran war niemanden mehr als dem Kanzler gelegen.
Er befürchtete jedoch, der König würde sich nimmer ent-schließen, das Todesurtheil zu unterschreiben, so lange derZnquisit das Verbrechen nicht einräumte, sondern sich stand- ,Haft auf seine Unschuld beriefe. Darum schlich er beiNacht zu ihm ins Gcfängniß und sprach: „Du hast michzwar, wie du dich erinnern wirst, oft beleidiget, und ichmuß aufrichtig gestehen, daß ich dir aus diesem Grundewenig gewogen war: aber Unglück versöhnt, und hat auchmich zu deinem Freunde gemacht. Das will ich dir jetztdurch einen guten Rath beweisen. Höre mich ohne Miß-trauen an, und folge mir, wenn dir dein Leben lieb ist!"
Der Gefangene, bis zu Thräncn gerührt, versprach Ge-horsam, und der Kanzler fuhr fort: „Du stehst am Ab-gründe des Todes! Der König brennt und flammt, so zusagen, vor Zorn gegen dich, und hat in diesem Augen-blicke mit der grimmigen Miene eines Tpranncn befohlen,dich ohne Rücksicht, ob du die That bekenntest oder nicht,innerhalb vier und zwanzig Stunden hinzurichtcn. Läug-nen Hilst dir also nichts! Aber ich kenne das Herz desKönigs. Es ist nur fclscnhart gegen verstockte Sünder.Doch gegen den, der seine Misscthat bekennt und bereut,wallt es von Mitleid über; und in diesem Falle wird erauch dir verzeihen und Leben und Freiheit schenken. Da-für bin ich Bürge! Drum rath' ich dir wohlmeinend, denMord der Hähne sogleich im ersten Verhöre zu gestehen.
Laß dann ohne Furcht und Zagen den Stab über dichbrechen! — Man wird dich freilich, um den König derVögel einiger Maßen zu befriedigen, zum Richtplatze füh-ren, wird dir sogar den Strick um den Hals legen; aber
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