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verdient vielmehr, mit ernstlicher Abmahnung von fernemunstatthaften Gesuchen, Ein Mal für immer in dieser Sachezur Ruhe gewiesen zu werden. Will er sich dennoch nichtbefriedigen lassen, so mag er die Nachtigall zu einem öffent-lichen Wettstreit aufforvern, und sich vor unparteiischenRichtern bemühen, ihr den Rang abzusingcn." —
Es verdroß den König der Vögel, daß ihm sein alter,finstrer Hofmeister immer im Wege stand, die abgeschmack-ten Wünsche seines Günstlings zu erfüllen. Dennoch warer zu furchtsam, gegen den Rath des Kanzlers zu handeln,und bedeutete daher den Guckguck so sanft und schonendals möglich, sich einen andern unparteiischen Kunstrichterzu suchen.
„Einen unparteiischen Kunstrichter!" — seufzte der Guck-guck: „Mein Himmel! wo soll ich diesen Phönix auftrei-ben? — Ich habe mir sagen lassen, daß sogar die Men-schen, die doch alles in Fülle besitzen, über den Mangeldieser Seltenheit klagen. Daher soll denn auch, wie ichgehört habe, mancher Schriftsteller die Müh' auf sich neh-men , sein Machwerk selbst zu rezensiren und in öffentli-chen Blättern zu loben."
Nicht übel! versetzte Gikgak: Was man selbst thut, dar-auf kann man sich am besten verlassen! — Es ist Schade,daß du dir nicht eben so Helsen kannst! Wie war' es aber,wenn du dein Heil bei den vierfüßigen Thieren versuchtest!Es beherrscht sie jetzt ein sawtmüthiger König, der meinguter Freund ist, und sich vielleicht, wenn ich ihn darumbitte, selbst entschließt, zwischen dir und der NachtigallSchiedsrichter zu sepn. Er ist dieser Sache ganz gewach-sen; denn die Natur hat bei dem Bau seiner Ohren sowenig geknickert, daß man sich ein scharfes Gehör von ihmversprechen kann. Vor allen Dinge n aber ist nöthig, die