Lachen kaum tanzen. Aber der Hofkapellan fand sich durchdie Mißhandlung einer Dame seines Geschlechts sehr be-leidigt, und eiferte so lange darüber, bis sie wieder inFreiheit gesetzt ward.
Der kurzweilige Rath veranstaltete hierauf, um seinengnädigsten Herrn zu belustigen, eine Quadrille von Ele-phanten, Kameelen, Auerochsen und Büffeln, die insge-sammt so zierlich tanzten, daß darüber ein allgemeinerJubel entstand.
Herr Simpel hatte noch während des Balles Gelegen-heit , seine Weisheit zu zeigen. Der Ziegenbock und derWidder veruneinigten sich über die Ehre des VortanzeSund begehrten des Königs Entscheidung. Er war Anmngsüber diesen wichtigen Rangstreit sehr verlegen; doch glück-licher Weise erinnerte er sich des Sprichworts: der Bartmacht den Mann! und entschied aus diesem Grunde, zumVortheil des Bocks, der nun sammt seiner Gattin, einerschönen bunten Ziege, mit den hoffärtigsten Gcberden vor-tanzte.
Aber am folgenden Tage, da die Ritterspiele gehaltenwurden, erlitt er eine sehr nachdrückliche Demüthigung.Er erfrechte sich, einen rüstigen Steinbock, der ihn anKräften weit überwog, zum Zweikampf zu fordern. Jenerwar sogleich bereit, und sie gingen mit den Lanzen ihrerHörner auf einander los. Im ersten Nennen hielt sichder Gemahl der bunten Ziege recht tapfer und stand beidem gewaltigen Anlauf seines Gegners wie eine Mauer.Aber beim zweiten Gange setzte ihn der Steinbock rück-wärts in den Sand und stieß ihm ein Horn ab. Nie-mand bedauerte den besiegten Prahler, der mit zornigemMeckern den Turnierplatz verließ.
Auch ein übermüthiger Stier, der, wie mancher mensch-