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Diese Reime las Dcnkliiig ab. Sic behagte» dem Gc-- schmeichelten ungemein. Er fragte huldreich nach demVerfasser. Schalkwitz hatte sich dessen versehen und nahtesich mit einem zierlichen Reverenz. „Ich ernenne dich zumeinem Hofdichter!" sprach Simpel. Der Versler danktemit einem tiefen Bückling, und blieb stehen, als ob ernoch etwas erwarte. Aber sein gnädigster Beförderer wareben mit einer Lieblingsspeisc beschäftigt und sah ihn nichtweiter an.
„Keinen Gehalt?" brummte der Poet für sich: „Denkter, ein Dichter lebe von der Luft?" — Mich sollt' er vor-züglich belohnen; denn ihm ist mein Amt unentbehrlich.Macht er nicht immer so dumme Streiche, daß man wirk-lich ein Dichter, ein recht crfindsamer Dichter meinesSchlages sepn muß, um ihn loben zu können?" —
So murrend nahm der Poet seinen Platz an der zwei-ten Tafel wieder ein.
Hier saßen lauter Flcischesscr. Da aber nach der neuenReichsverfassung kein vierfüßiges Thier mehr verspeisetwerden sollte, so war blos Geflügel vorhanden. Dasschmeckte dem Kanzler und seiner Sippschaft vortrefflich.Allein Herr Murner, dem es nicht behagte, hatte sichheimlich von seinem Koch eine Pastete von jungen Mäusenbereiten lassen, die er, als sie sein Diener austrug, fürSchnecken ausgab. „Ich habe," sprach er mit einer heili-gen Miene, „vor Zeiten ein Gelübde gethan, an diesemTage zu fasten." —
Die dritte Tafel, an welcher der Präsident Bär, Dok-tor Squcnz und Mehrere speisten, war mit Honig,Aepfeln, Nüssen, Trauben und anderem Obste besetzt. Hierbat sich auch der Elephant zu Gaste, weil er an der Kö-nigstafel, wo er überhaupt wenig für seinen Gaume»