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der ihn oft mit übermäßig schweren Bürden weit überLand schickte. Doch der schlaue Diener erfand bald einMittel dagegen. Er legte sich, so oft er durch einen Bachging, darin nieder; das Salz ward feucht und schmolz,und er zog leichter seine Straße.
Murner. Ich kenne das Geschichtchcn; aber cs hateinen zweiten Theil. Herr Simpel veruneinigte sich näm-lich über jenen wässerigen Einfall mit seinem Prinzipal,und kam in die Dienste eines Kaufmanns, der ihn mitSchwämmen und Wolle belud. Nun glaubte der witzigeKopf, er könne sich wieder eben so helfen; doch seine Maa-ren zogen Wasser, und er trug nun doppelte Last.
So wird cs ihm auch in Zukunft ergehen. Seine li-stigen Rathgeber beladen ihn jetzt mit Wolle und machenihm das Königthnm leicht; aber sie werden ihn bald sotief ins Wasser der Trübsal reiten, daß er unter seinenBürden erliegen wird.
Reineke. Was Ihr sagt! So'gebt Ihr euch auch, wie ichhöre, mit Weissagen ab, und vorhin schient Ihr doch den Pro-pheten sehr abhold! Gelten etwa die neuen mehr als die alten?
Präsident. St! Die Herren verlieren immer dasZiel aus den Augen und schweifen ans Abwegen herum.Heben wir lieber die Sitzung auf! Warum streiten wirlänger? Wir könnten doch, wenn wir auch noch eine ganzeWoche beisammen sitzen, am Ende keinen andern Ausspruchthun, als daß Herr Simpel in dem angestellten Wettstreitobgesicgt, und die Krone dadurch errungen habe. — Dasist meine reiflich erwogene Meinung. Hat jemand etwasErhebliches dagegen einzuwendcn?
„Nein!" lispelte Reineke freudig und schnell, und zucktezugleich die Achseln, als ob er ungern so stimmte. Dok-tor Squenz besann sich ein wenig, und sagte dann auch