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allein er benahm sich, als er Hand ans Werk legte, sehrungeschickt, und der Statthalter ricth ihm, wenn er dieSache nicht besser verstehe, sie lieber bleiben zu lassen.
Das geschah. Dagegen ward beschlossen, die königlicheHaut säuberlich vom Körper abzulöscn, auszustopfen undals Statue aufzustcllen. Auf diese Weise hoffte man, dieentflohene Seele des Königs, der zeitlebens fast nichts alsein stummer Götze gewesen war, wenig vermißt zu werden.
Am Begräbnißtage hielt der Hofkapcllan eine rührendeLeichenpredigt, und alle Zuhörer zerflossen in Thräncn.Zwölf schwarze Bären trugen den Leichnam; der Statt-halter und der Kanzler die Neichsklcinode. Stcrbelicdermaucnd, zog Murner mit seiner zahlreichen Katzenklcriseivoran, und ein unübersehbares Heer von königlichen Die-nern folgte dem Sarge.
Bei dessen Einscnkung machte der Obcrmühlmcister,Herr Simpel, seines Zeichens ein Esel, einen höchst un-klugen Streich. Er, wie alle Leute seines Schlages, sehrneugierig, drängte sich mit Gewalt zur Gruft, um dieBeisetzung recht genau cinzunchmcn. Es gelang ihm nichtganz; denn am Ende stand noch eine doppelte Reihe vor-nehmer Herren vor ihm, die er nicht wie den Pöbel aufdie Seite stoßen konnte. Er ragte, weil sie von ansehn-licher Leibcsgröße waren, nur mit den Ohren über sieempor, und sah also von den Beerdigungs-Feierlichkeitenwenig oder nichts. Doch Genies, wie er, wissen sich zuhelfen. Er trat, die glotzenden Augen starr nach demGrabe gerichtet, auf die Hinterbeine, kam aber unvorsich-tiger Weise mit einem Bordcrfuße dem Statthalter so un-gebührlich nahe, daß er die königliche Krone, welche Je-ner auf einem sammtenen Kissen auf dem Rücken trug,plötzlich zur Erde warf.