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und Hausherr, bezeigen müsse, um sich die werthcn Sci-nigen nicht ganz über den Kopf wachsen zu sehen. Ermachte sich Vorwürfe, daß er sich von der Begierde, seineigenes ansehnliches Vermögen zu verdoppeln, hatte ver-leiten lassen, die schlecht erzogene, ungebildete Tochter einesreichen Bierbrauers zu heirathcn. Er sah ein, daß ihreRohheit die einzige Wurzel alles Uebels sey, und der Knabeje eher sc lieber ihrer Verhätschelung und ihrem Quersiunentzogen werden müsse, wenn er nicht ganz verderben solle.Mit dieser Uebcrzeugung beschloß er, ihn sobald als möglicheiner auswärtigen Erziehungs-Anstalt zu übergeben.
lieber dieses Vorhaben gcrieth seine Gattin, als er esihr bekannt machte, in »»bändigen Zorn. Sze stampftemit den Füßen, drohte ihm mit geballter Hand, und er-klärte, daß sie sich eher das Leben als ihren Sohn neh-men lasse.
„Was soll aber aus ihm werden?" sagte der Vater.„Der Junge ist sechs Jahre alt und kennt noch keinenBuchstaben. Er hätte längst anfangen sollen, etwas zulernen."
„Das braucht er nicht!" rief sie.
„Schäme dich dieser elenden Worte, die man so oft ausdeinem Munde hört!" cntgegnete Richard. „Sie sind— besonders in dem jetzigen Falle — ein Inbegriff derhöchsten Unvernunft."
Sie rannte davon, und schlug die Thür hinter sich zu,daß die Fenster klirrten.
Richard klagte seine Noth einem Geistlichen, der mitseiner Frau verwandt war und einige Gewalt über siehatte. Dieser rieth ihm, einen Mittelweg einzuschlagen